Welche Probleme lösen Design-Sprints?

Große Probleme erfordern fundierte Lösungswege

 

Der innovative Lösungsweg, wenn ein Team, oder eine Firma in einem Problem gefangen zu sein scheint, ist ein Design Sprint. Auch wenn es das Wort vermuten lässt, so bezieht sich das Design im Sprint nicht nur auf Ausstaffierung oder künstlerische Gestaltung. Das Wort Design bezieht sich abstrakt auf alle Situationen, Prozesse und Produkte, die (weiter-)entwickelt werden wollen.

 

Seine Ursprünge hat der Design Sprint Lösungsansatz dabei bei Google Ventures, der Google eigenen Start-Up schmiede. Hintergrund ist, dass Entwicklungskosten und schnellere Produktzyklen eine neue Herangehensweise an Problemlösungen ermöglicht. Design Thinking, die von Ideo entwickelte Methode dient in gewisser Weise als Werkzeugkasten während beim Design Sprint von einem konkreten Bauplan gesprochen werden kann. Vier Tage mögen auf den ersten Blick kurz erscheinen aber mit dem richtigen Fokus, dem richtigen Team und dem richtigen Plan ist erstaunliches möglich.

Ganz im Sinne des Pareto Prinzips (80% des Erfolgs hängen von 20% der Arbeitsinvestition ab), wird Zeitknappheit als zusätzlicher Arbeitsbeschleuniger eingesetzt.

 

Treffe die richtige Entscheidung mit Hilfe von Design Sprints

 

Das Aussitzen des Problems kann keine Lösung für die effektive Teamarbeit sein. Eine effektive und oft auch rapide Lösung ist häufig gefragt. Hier erweist sich ein Design Sprint als effektiver Weg eine schnelle Entscheidungsfindung im Team herbeizuführen. Tatsächlich dauert ein Design Sprint im Grundkonzept 4 Tage zu je 7 Stunden.

 

Eine Lösung für das Problem Nr. 1 in 28 Stunden zu entwickeln klingt traumhaft, nicht wahr? Und genau dies liefert ein Design Sprint Workshop.

Trotzdem müssen vor allem finanziellen Fragen in Betracht gezogen werden, um die Opportunitätskosten auszuwerten. Denn es bedeutet in der Regel das ein ganzes heterogenes Team, aus verschiedenen beteiligten Unternehmenssektionen sich eine ganze Woche lang ausschließlich der Problemlösung widmet. Die üblichen Arbeitstätigkeiten bleiben in dieser Zeit unberührt.

 

Es stellen sich bei der Entscheidung für oder gegen einen design Sprint folgende Fragen:

  • Was passiert mit dem Unternehmen und/oder Team, wenn es so weiterläuft wie bisher?
  • Welche Kosten fallen weg, wenn das Problem vollständig gelöst ist? (Best-Cas-Szenario)
  • Welche Kosten entstehen, wenn die Problemlösung und ihr Prozess fehlschlagen? (Worst Case Szenario)
  • Welchen Zeitraum kann ich der Lösungsentwicklung einräumen?
  • Welchen Zeitraum kann ich dem Lösungsprozess selbst einräumen?
  • In welcher Relation stehen diese Kosten zum Design Sprint Prozess?

 

Die hohe Erfolgsquote und das im Bearbeitungsprozess entstehende Commitment machen einen Design Sprint zusätzlich attraktiv. Personalausfallkosten in diesem Zeitraum werden hierdurch auf nicht-monetäre Weise aufgewogen

 

Schnell und effektiv ausloten

 

Die Problemlösung im Team wird dadurch beschleunigt, dass ihr nur ein kurzer Zeitraum von nur 4 Tagen eingeräumt wird. Hier findet der Erfolg des Design Sprints seine Erklärung. xyz

 

Im Anschluss an Problemdefinierung, Lösungswegbewertung und Prototyp-Entwicklung steht die live Testung des neune Produkts bzw. des neuen Lösungsweges an der forcierten Zielgruppe. Die Entscheidungen im Team und des Entscheidungsträgers werden von einem Facilitator begleitet, moderiert und angeregt.

 

Der Facilitätor ist eine meist unabhängige Person von außen, die die richtigen und manchmal auch offensichtlichen Fragen zum rechten Zeitpunkt stellt. Im Design Thinking sind die Arbeitstage recht kurz und lassen theoretisch zu, dass die Mitwirkenden vor oder nach der Session noch Zeit für die reguläre Arbeit finden könnten. In der Regel ist das Arbeiten unter diesem Zeitdruck jedoch so fordernd, dass die Arbeitskapazitäten völlig ausgeschöpft werden.

Ein Design Sprint lohnt sich schon bei einer kleinen Teamgröße

 

Erfahrene Facilitator nehmen eine Teamgröße von 7 Teilnehmern als optimal wahr. +/- 2 Teilnehmer können mit Einschränkungen, oder unter Umständen ebenso erfolgreich aus einem Design Sprint hervorgehen. Größere Gruppen verzögern den Entscheidungsweg jedoch überdurchschnittlich. Kleineren Gruppen fehlt das Lösungspotential.

 

Nicht immer sind alle betroffenen des Entscheidungsfindungsprozesses für eine Woche von ihrem regulären Arbeitsplatz entbehrlich. Hier kommt uns die klare Struktur des Design Sprints zu Gute. Es steht fast stundengenau fest, welcher Teilabschnitte der Problemlösung im Team behandelt wird.

 

Der endgültige Entscheidungsträger, meist der Firmeninhaber oder CEO (oder verfügbare Senior Manager), muss für die entsprechenden Entscheidungsprozesse miteinbezogen werden, kann jedoch für manch andere Teilabschnitte freigestellt werden. Konkret bedeutet dies, in den ersten beiden Tagen arbeiten wir mit dem Gesamtteam, an den Tagen drei und vier arbeiten wir mit einem kleineren Kernteam weiter.  

 

Erfolgskritisch ist die Zusammensetzung des Design Sprint Teams. Es sollten alle berücksichtigen werden, die in ihrer Produktentwicklungsstufe, oder im -vertrieb maßgeblich beteiligt sind. Eine möglichst heterogene Zusammensetzung, auch mit kritischen Teilnehmern, ist wünschenswert. Das Konfliktpotenzial ist aufgrund des Zeitdrucks minimal. Jedes mögliche Szenario kann so analysiert werden. Kritiker mischen die Entscheidungsfindung also nicht auf, sondern liefern den Mehrwert, dass die befürchteten Misserfolge und Fehler später nicht im Live-Test gemacht werden müssen.

 

Welche Probleme sich für einen Design Sprint eignen

 

Design Sprints sind in global bereits gut erprobt und haben sich verschiedensten Problemen stellen können (von Behörden, über Fluggesellschaften, Industrieunternehmen hinzu Finanzunternehmen). Von der Produktweiterentwicklung, stagnierender Team-Tätigkeit, Software, Prozessoptimierung oder physischem Produkt sind alle “großen” Probleme für Design Sprints geeignet.

 

Seine absolute Stärke zeigt eine Problemlösung im Design Sprint jedoch Produkte, die auf Kunden direkt abzielen. Hier kann die user experience, also das Erfahrungsgefühl und der Begeisterungsgrad der Zielkunden für das neue Produkt, die Software, oder die Servicelösung, abgeschätzt werden

 

Das neue Produkt durch einen Design Sprint

 

Am Ende des Entscheidungsprozesses steht die Testung des entwickelten Prototyps live an der zu Anfang ausgewählten Zielgruppe. Es handelt sich hierbei keinesfalls um eine einfache „wenn es nicht klappt ist es auch nicht schlimm“ Testgruppe. Die Live-Testung erfolgt am echten Kunden/Nutzer unter möglichst realistischen Bedingungen.

 

Dies bedeutet auch, dass das Produkt bzw., die entwickelte Lösung möglichst vollständige den Endzustand simuliert. Die Lösungsentwicklung soll hierbei zumindest das eine höchste relevante Problem lösen können. Denkbar ist z.B., dass nicht das ganze komplexe Soundfeedback des Produkts programmiert ist, sondern nur dasjenige, welches in der Live-Testphase nach der Teamentscheidungsfindung ausgelotet werden soll.

Ist ein Design Sprint etwas für mich und mein Team und Produkt?

 

  • Die radikale Lösungsfindung und Entscheidungen unter Zeitdruck stellen eine Herausforderung an das Team und den endgültigen Entscheidungsträger dar.
  • Eine arbeitsintensive Zeit wird von einer Lösungsfindung gekrönt, die das Commitment des Teams trägt und die erfolgreiche Produktion für den Markt nicht nur vorantreibt, sondern beflügelt und ein Scheitern unwahrscheinlich macht.
  • Der mit Absicht erzeugt Druck im Lösungsfindungsprozess steigert Produktivität, Kreativität und Innovation.